Die vorliegende Studie, veröffentlicht von Misereor, der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko und Brot für die Welt im Mai 2015, stellt das Verbrechen Verschwindenlassen in Mexiko mit seinen Handlungs-, Opfer und Tätermustern dar.

CSchulz-Verschwindenlassen-in-Mexiko-2015-bildVon Christiane Schulz

Der deutliche Anstieg von Menschenrechtsverbrechen – dazu zählen Verschwindenlassen, extralegale Hinrichtungen und Folter bei gleichzeitig systematischer und ausufernder Straflosigkeit – bezeugt die tiefe Krise der Menschenrechte, wachsende Unsicherheit und Gewalt in Mexiko.

Inhalt

  • Kapitel 1: Die Eskalation der Gewalt
  • Kapitel 2: Gewaltsames Verschwindenlassen als besonderes Problem in Mexiko
  • Kapiel 3: Gesetzliche Grundlagen
  • Kapiel 4: Institutionelle Voraussetzungen
  • Kapitel 5: Straflosigkeit: Integrales Bestandteil der Praxis gewaltsamen Verschwindenlassens
  • Kapitel 6: Mexikos internationale Verpflichtungen
  • Kapitel 7: Fazit
  • Kapitel 8: Empfehlungen

Christiane Schulz. Verschwindenlassen in Mexiko: Ein systematisch begangenes Verbrechen, in: Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (Hrsg.), Analyse 48, Mexiko Studie, 2015.

Stand: 13.10.2015

 

Länderberichte

  • Kolumbien: Auf der Suche nach den Verschwundenen: Hoffnung durch den Friedensprozess in Kolumbien?

    Berlin,17. Oktober 2016. Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen und Fachleute aus Kolumbien diskutierten über das Recht auf Wahrheit, Wiedergutmachung und Nicht-Wiederholung bei „gewaltsamem Verschwindenlassen“ im Kontext des kolumbianischen Friedensprozesses.

  • Mexiko: Spuren der Erinnerung

    „Spuren der Erinnerung“ sind die Botschaften von Verwandten an ihre verschwundenen Lieben in Mexiko. Eine Kunstprojekt von Alfredo López Casanova.

  • Spanien: Die Suche nach der eigenen Identität – Aufarbeitung der Vergangenheit als notwendiger Beitrag zur Entwicklung eines kollektiven Gedächtnisses in Spanien

    150.000 Opfer der Franco-Diktatur gelten in Spanien nach wie vor als „verschwunden“. Sie liegen auch Jahrzehnte nach dem Ende der Diktatur noch in anonymen Gräbern im ganzen Land verscharrt.

  • Mexiko: Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden

    Mitglieder der Freiwilligen-Organisation „Nationale Suchbrigade Verschwundener Personen“ fanden, nur acht Kilometer von den Grenzen der 200.000 Einwohnerstadt Córdoba entfernt, in 15 klandestinen Gräbern Kleider- und Knochenreste mit Brandspuren. Sie gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit zu verschwundenen Personen.

  • Ägypten: Dutzende in Geheimgefängnissen inhaftiert

    Human Rights Watch dokumentiert in dem Bericht „Egypt: Dozens Detained Secretly – National Security Officers Operating Outside the Law” vom 20. Juli 2015 die Praxis der ägyptischen Sicherheitskräfte und Justiz Menschen gewaltsam verschwinden zu lassen.

  • Mexiko: Zehntausende Opfer des Verschwindenlassens

    Mexiko erlebt eine der schwersten Menschenrechtskrisen seit Jahren. Zehntausende Menschen sind Opfer des Verschwindenlassens geworden – und die Behörden unternehmen fast nichts, um diese Verbrechen aufzuklären. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht „Treated With Indolence: The State’s Response To Disappearances In Mexico“ hervor. „

  • Mexiko: Die anderen Verschwundenen

    Guerrero ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Das Verschwindenlassen von Personen hat hier eine lange Geschichte. Mindestens 375 Menschen sind allein rund um Iguala in den letzten Jahren verschwunden. Nur wenige werden gefunden. Viele Angehörige suchen seit Jahren selbst nach ihren vermissten Verwandten.

  • Verschleppt in Ägypten – Hundert Fragen, keine Antwort

    Seit 2015 sind zahlreiche Ägypter verschwunden. In geheimen Haftanstalten wird gefoltert. Viele der Verschleppten tauchen nie wieder auf. Artikel zuerst veröffentlicht in der Taz am 23.01.2016.

  • Syrien: Im Schatten des Krieges

    Seitdem der Bürgerkrieg in Syrien 2011 begann, ist das Verschwindenlassen von Menschen eine der wichtigsten Waffen des Assad-Regimes. Annabel Wahba und Ana Kemper erzählen in ihrem Beitrag „Im Schatten des Krieges“, zuerst erschienen im ZEITmagazin im Dezember 2015, die Geschichten von zehn verschwundenden Männern und Frauen.

  • Offener Brief an Präsident Mugabe

    Die Generalsekretäre von Amnesty International und Human Rights Watch, Salil Shetty und Kenneth Roth, wenden sich anlässlich des Verschwindens von Itai Dzamara (36) am 9. März 2015 an Präsidenten von Zimbabwe Mugabe.

Verschwindenlassen in Mexiko: Ein systematisch begangenes Verbrechen