Radiobeitrag.

In der ersten Folge unserer neuen Featurereihe „Donde están?“ fragen wir uns, was bedeutet „Verschwindenlassen“ von Menschen, was bedeutet es für die Angehörigen, die Freunde… und was hat der deutsche Faschismus damit zu tun…

Weil die Nacht mich umhüllt und ich einsam bin,
weil ich den Duft von Jasmin in der Luft erahne,
weil eine ferne Stimme mir ein Lied von Liebe und Verlassenheit hinüberträgt,
weil es niemanden gibt, der mich lieben würde und niemand, den ich lieben könnte,
weil ich keine Träume habe und keine Hoffnungen
und weil da vorsichtige Erinnerungen sind mit Zahlen und Menschen, unwiderbringlich verloren.
Weil es in den alten Strassen versteckte Schatten gibt,
deshalb weine ich…“
María Esther Gatti, Montevideo

verschwindenlassen

Illustration:  Edith López Ovalle

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