Familienangehörige, mexikanische Menschenrechtsorganisationen und die unabhängige Londoner Forschergruppe ‚Forensic Architecture‘ rekonstruieren die Verfolgung, Übergriffe, Morde in der Nacht vom 26. auf den 27. September 2014 in und um Iguala auf der interaktiven ‚Plattform Ayotzinapa‘.

43 Studenten der Lehramtsuniversität von Ayotzinapa wurden in der Nacht Opfer von Verschwindenlassen. Weitere sechs Personen starben und 40 wurden schwer verletzt. Bis zum heutigen Tag sind die Täter nicht verurteilt worden.
Die interaktive ‚Plattform Ayotzinapa‘ visualisiert das Ausmaß der Gewalt und des Zusammenwirkens von Angehörigen der staatlichen Sicherheitskräfte und der Organisierten Kriminalität in der Nacht zum 27. September 2014 eindrücklich. Die Arbeit des Forscherteams nutzt Erkenntnisse aus Architektur, Kriminalistik und Archäologie zur Aufklärung von Menschenrechtsverbrechen.

Mehr zum Thema …

Basisinformationen

  • Tag der Verschwundenen

    Jedes Jahr am 30. August wird weltweit der Internationale Tag der Opfer des Verschwindenlassens begangen. Es geht um willkürliche Inhaftierung oder Entführung von Personen durch Regierungsbeamte oder organisierte Gruppen, die im Auftrag oder mit Duldung der Regierung handeln.

  • „Nacht und Nebel“ – Mythos und Bedeutung

    Die „Nacht- und Nebel“-Aktionen der Nazis gelten vielfach als Ursprung des gewaltsamen Verschwindenlassens.

  • Leitlinien für die Betreuung von Opfern

    Um die Reviktimisierung der Betroffenen zu verhindern, haben zivilgesellschaftliche Organisationen Leitlinien für weltweite Mindeststandards bei der Betreuung von Opfern …

  • Wie wird Verschwindenlassen definiert?

    Unter dem Ausdruck «Verschwindenlassen» wird die Festnahme, Haft, Entführung oder jede andere Form von Freiheitsentzug durch Bedienstete des Staates, durch eine Person oder durch Personengruppen verstanden, die mit der Erlaubnis, Unterstützung oder Duldung des Staates handeln …

  • Zu Basisinformationen (Links)

Interaktive ‚Plattform Ayotzinapa‘ rekonstruiert die Ereignisse im Fall der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa/Mexiko