Ende März erschien ein neues Buch zur Colonia Dignidad (siehe Beitrag oben). Der Sammelband „Colonia Dignidad: Neue Debatten und Interdisziplinäre Perspektiven“, herausgegeben von Stefan Rinke, Philipp Kandler und Dorothee Wein, befasst sich mit der Geschichte der Sekte, der Aufarbeitung der Vergangenheit, Psychologie und Erinnerungskultur und der Colonia Dignidad in Bildungsarbeit und Kultur. Zwei Kapitel befassen sich speziell mit dem Thema Verschwindenlassen.
Berichte, Studien & Bücher | „Recetario para la Memoria“ – ein Kochbuch für die Erinnerung
Im Mai erschien das Recetario para la Memoria Guanajuato („Kochbuch für die Erinnerung Guanajuato“). Es ist bereits das zweite „Kochbuch für die Erinnerung“. Die Kochbücher seien dazu da, „um Rezepte zu lernen, die Erinnerung wach zu halten, sich dem Vergessen zu widersetzen, sich vom Widerstand zu ernähren, aus dem Individuellen ein Kollektiv zu bilden, und sich um einen Tisch zu setzen und zu teilen“.
Berichte, Studien & Bücher | Elisabeth-Käsemann-Stiftung (Hg.) „Verschwunden und ermordet: Europäische Opfer des geheimen Haft- und Folterlagers El Vesubio in Argentinien“
Die Elisabeth-Käsemann-Stiftung (EKS) und das Goethe Institut in Argentinien präsentierten am 23. Juni in Buenos Aires das von der EKS-Stiftung herausgegebene Buch „Verschwunden und ermordet: Europäische Opfer des geheimen Haft- und Folterlagers El Vesubio in Argentinien“. Die Autor*innen des Buches beschreiben die Geschichte von zehn Personen, die im argentinischen Folterlager El Vesubio ums Leben kamen.
Features | Podcast über das gewaltsame Verschwindenlassen während der argentinischen Diktatur und das Verschwinden von Elisabeth Käsemann
Im Mai erschien die Podcast-Folge „Die „Deutsche“ und das Schicksal der „Verschwundenen“: Tod und Folter während der argentinischen Militärjunta“ der Serie „Tatort Geschichte – True Crime Meets History“, in der es um das gewaltsame Verschwindenlassen während der argentinischen Militärdiktatur (1976 – 1983) geht. Der Film stellt das Verschwindenlassen der deutschen Elisabeth Käsemann, die 1977 von Militärangehörigen in Argentinien verschleppt, gefoltert und ermordet wurde in den Mittelpunkt.
Features | Verschwindenlassen von Migrant*innen in Mexiko: Interview mit Ana Lorena Delgadillo
Während ihres Deutschlandbesuchs im Februar 2023, sprach die mexikanische Menschenrechtsanwältin Ana Lorena Delgadillo mit Radio onda über ihre Arbeit zur Aufklärung von Fällen verschwundener Migrant*innen in Mexiko. Das Interview wurde aufgezeichnet, ins Deutsche übersetzt und kann hier angehört werden.
Veranstaltungen | Deutschlandbesuch der mexikanischen Journalistin Marcela Turati
Im Mai besuchte die mexikanische Journalistin Marcela Turati Deutschland und nahm an verschiedenen Veranstaltungen in Hamburg, Berlin und Stuttgart teil, in denen sie über ihre journalistische Arbeit über das Verschwindenlassen in Mexiko, sowie über die Gefahren für Journalist*innen in Mexiko, sprach. Marcela Turati ist Mitgründerin der Webseite adondevanlosdesaparecidos, die sich mit dem Verschwindenlassen in Mexiko beschäftigt.
Veranstaltung | Gespräch über die Polizeireform und das gewaltsame Verschwindenlassen in Kolumbien
Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) organisierte am 20. Juni in Berlin ein Gespräch über die Polizeireform und das gewaltsame Verschwindenlassen in Kolumbien.
Aktionen | Aktuelle Urgent Actions zu Verschwindenlassen von Amnesty International
Amnesty International Deutschland hat eine Urgent Action zu dem Fall des TV-Moderatoren Imran Riaz in Pakistan veröffentlicht, die bis zum 8. August hier unterschrieben werden kann.
Aktionen | Umfrage der Initiative zur UN-Konvention gegen das Verschwindenlassen
Die Initiative zur UN-Konvention gegen das Verschwindenlassen (CEDI) organisiert für 2024 einen Weltkongress über Gewaltsames Verschwindenlassen mit dem Ziel die Ratifizierung und Umsetzung der Konvention voranzutreiben. In Vorbereitung auf den Kongress führt CEDI eine Umfrage mit Staaten und der Zivilgesellschaft durch und bittet um Unterstützung bei der Verbreitung des Fragebogens. Der Fragebogen kann bis zum 31. Juli 2023 ausgefüllt werden und ist auf Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Arabisch verfügbar.




