Die im Rahmen des kolumbianischen Friedensprozesses gegründete Wahrheitskommission soll nicht nur zur Aufklärung der Ursachen und systematischen Muster des längsten internen bewaffneten Konflikts der westlichen Hemisphäre, sondern auch zu Aussöhnung und Nichtwiederholung der Gräueltaten beitragen. Hierfür sind die Berichte von Individuen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die diese bis 2021 einreichen konnten, von großer Bedeutung. Der Bericht ¡PRESENTE! En memoria de las Desapariciones Forzadas, en la década de los años 80s en Colombia. Informe Preliminar a la Comisión de Esclarecimiento de la Verdad dokumentiert Muster des Verschwindenlassens und der Straflosigkeit in den 1980er Jahren – welche in nicht unbeträchtlichen Teilen bis heute fortbestehen – sowie persönliche Schicksale.