Mexiko | ¡Hasta encontrarles! Mütter von Verschwundenen forderten die Regierung an Muttertag erneut zu entschiedenem Handeln auf

„An diesem 10. Mai gibt es nichts zu feiern“ – unter diesem Motto gingen an Muttertag in verschiedenen Bundesstaaten Mexikos erneut Mütter und andere Angehörige von Verschwundenen auf die Straße, um einmal mehr Aufklärung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu fordern. Im Land gelten mehr als 87.000 Menschen als verschwunden, der Großteil davon – rund 85.000 – seit 2006, dem Jahr, in dem die Regierung unter Felipe Calderón im sogenannten „Krieg gegen die Drogen“ das Land militarisierte. Hinzu kommen die Überreste von über 50.000 Toten, die aufgrund fehlenden Fachpersonals bisher noch nicht identifiziert und forensisch untersucht wurden.

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„Ich habe schon an viele Türen geklopft, ohne Erfolg“: Guadalupe, Mutter von vier Verschwundenen

Guadalajara, Das Verschwindenlassen ihrer vier Söhne am 19. Dezember 2019 in Ocotlán (Bundesstaat Jalisco), vermutlich durch Angehörige der örtlichen Gemeindepolizei, hat María Guadalupe Camarena dazu bewogen, das UN-Komitee gegen das Gewaltsame Verschwindenlassen von Personen anzurufen, welches seinerseits die mexikanische Regierung aufgefordert hat, Eilaktionen zum Auffinden der Verschwundenen einzuleiten.

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Mexiko: Die Behörden verschränken nur die Arme

Im Frühjahr 2011 verschwinden 23 junge Mexikaner auf ihrer Reise vom mittelmexikanischen Staat Guanajuato in Richtung USA spurlos. Nur einer wird später in einem geheimen Grab gefunden, im Bundesstaat Tamaulipas. #AufDemWegVerschwunden

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Das Massaker von San Fernando

Vor 10 Jahren wurden 72 Migrant*innen im nördlichen Mexiko entführt, gefoltert und brutal ermordet. Die Familienangehörigen haben ihren Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit nicht aufgegeben. In dieser Woche machen sie in Mexiko und international auf den Fall aufmerksam. Dazu zählen sie auf Ihre Unterstützung. #AufDemWegVerschwunden

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Warum verschwinden Migrant*Innen in Mexiko, Frau Delgadillo?

Video-Interview mit Ana Lorena Delgadillo, Gründerin und Präsidentin der Stiftung „Gerechtigkeit und demokratischer Rechtsstaat“ (FJEDD), die sich für die Rechte von Angehörigen von Verschwundenen einsetzt. Im Interview mit Markus Plate erläutert sie, warum Migrierende vor allem in Mexiko verschwinden, welche Gruppen besonders gefährdet sind und welche Verantwortung Mexiko und die USA dabei tragen. Außerdem erklärt sie den Wert der UN-Konvention gegen das Verschwindenlassen als Instrument für die Angehörigen.
#AufDemWegVerschwunden

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Die Suche nach Verschwundenen: ein virtueller Runder Tisch

Mehr als 200.000 Personen sind allein in Lateinamerika verschwunden. Für Migrant*innen ist das Risiko besonders groß. Länder wie Kolumbien und Mexiko haben Institutionen für die Suche nach verschwundenen Personen ins Leben gerufen. Angesichts der weltweiten Migration müssen bisherige Ansätze jedoch überdacht werden. Am 14. Juli diskutierten staatliche und zivilgesellschaftliche Vertreter*innen aus Mexiko, Kolumbien und Deutschland.

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Rezension: Ausgesetzte Zeit (Camilo Vicente Ovalle)

Täglich verschwinden Menschen in Mexiko spurlos. Camilo Vicente Ovalle rekonstruiert in „Ausgesetzte Zeit“ wie Politik, Sicherheitskräfte und Justiz seit den 1940 Jahren systematisch den staatlichen Unterdrückungsapparat ausbauten und die Praxis des Verschwindenlassens zum Ausschalten jeglicher Dissidenz einsetzten. Eine Rezension und weitere Literaturhinweise zum Thema.

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Ayotzinapa: Das Herz der Korruption

Am 7. Juli 2020 bestätigte die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft den Fund der sterblichen Überreste von Christian Rodríguez, einem der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa. Seine Identifizierung entlarvt die „historische Wahrheit“, mit der die Vorgänger-Regierung den Fall zum Abschluss bringen wollte, endgültig als Lüge. Ein Plädoyer für die lückenlose Aufklärung des Falls und ein Ende der Straflosigkeit von Mario Patrón.

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