Wo sind sie? Die Suche nach Verschwundenen – ein virtueller Runder Tisch zum Verschwindenlassen in Lateinamerika

Mehr als 200.000 Personen sind allein in Lateinamerika verschwunden. Für Migrant*innen ist das Risiko besonders groß. Länder wie Kolumbien und Mexiko haben Institutionen für die Suche nach verschwundenen Personen ins Leben gerufen. Angesichts der weltweiten Migration müssen bisherige Ansätze jedoch überdacht werden. Am 14. Juli diskutierten staatliche und zivilgesellschaftliche Vertreter*innen aus Mexiko, Kolumbien und Deutschland.

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Tiempo suspendido – Zur Geschichte des Verschwindenlassens in Mexiko von Camilo Vicente Ovalle

Täglich verschwinden Menschen in Mexiko spurlos. Camilo Vicente Ovalle rekonstruiert in „Ausgesetzte Zeit“ wie Politik, Sicherheitskräfte und Justiz seit den 1940 Jahren systematisch den staatlichen Unterdrückungsapparat ausbauten und die Praxis des Verschwindenlassens zum Ausschalten jeglicher Dissidenz einsetzten. Eine Rezension und weitere Literaturhinweise zum Thema.

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Ayotzinapa: Das Herz der Korruption

Am 7. Juli 2020 bestätigte die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft den Fund der sterblichen Überreste von Christian Rodríguez, einem der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa. Seine Identifizierung entlarvt die „historische Wahrheit“, mit der die Vorgänger-Regierung den Fall zum Abschluss bringen wollte, endgültig als Lüge. Ein Plädoyer für die lückenlose Aufklärung des Falls und ein Ende der Straflosigkeit von Mario Patrón.

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Huellas de la Memoria: Auf den Spuren von César

Mexiko: Über 60 000 Personen gelten nach offiziellen Angaben als verschwunden. Das Projekt „Huellas de la Memoria“ versucht, das systematische Verschwindenlassen von Personen sichtbar zu machen und erzählt die Geschichten von Familien auf der Suche nach ihren Liebsten. Eine dieser Geschichten ist die von Maricela Alvarado González. Sie sucht mit dem heutigen Tag seit neun Jahren ihren Sohn César.

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Ayotzinapa: Expert*innengruppe kommt wieder nach Mexiko

Seit September 2014 sind die 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa verschwunden. Nachdem die mexikanische Regierung die „historische Wahrheit“ der Geschehnisse präsentierte, wurde diese von der Interdisziplinären Gruppe Unabhängiger Expert*innen (GIEI) widerlegt. Nun soll die GIEI so bald wie möglich nach Mexiko zurückkehren, um erneut die Ermittlungen aufzunehmen.

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Mexiko: Spuren der Erinnerung

„Spuren der Erinnerung“ sind die Botschaften von Verwandten an ihre verschwundenen Lieben in Mexiko. Eine Kunstprojekt von Alfredo López Casanova.

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Mexiko: Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden

Mitglieder der Freiwilligen-Organisation „Nationale Suchbrigade Verschwundener Personen“ fanden, nur acht Kilometer von den Grenzen der 200.000 Einwohnerstadt Córdoba entfernt, in 15 klandestinen Gräbern Kleider- und Knochenreste mit Brandspuren. Sie gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit zu verschwundenen Personen.

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