Malaysia | Klage gegen Polizei und Regierung gewonnen

Susanna Liew, die Frau von Raymond Koh, einem malaysischen Pastor, der vor acht Jahren entführt und gewaltsam verschwunden gelassen wurde, hat eine bedeutende Klage gegen die Polizei und Regierung gewonnen und wird eine Entschädigung erhalten. Obwohl der letzte Aufenthaltsort ihres Mannes noch zu klären ist, gilt der Fall als wegweisend.

mehr lesen

Bangladesch | Offiziere verurteilt

In Bangladesch steht das Thema gewaltsames Verschwindenlassen zunehmend im Mittelpunkt der Aufarbeitung des 2024 gestürzten Regimes unter Sheikh Hasina (wir berichteten). Wenige Tage nachdem das International Crimes Tribunal (ICT Bangladesh) Haftbefehle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen 25 Militärangehörige und ehemalige Geheimdienstmitarbeitende ausgestellt hatte, nahm die Armee Mitte Oktober 15 Offiziere fest. Sie werden für Fälle des gewaltsamen Verschwindenlassens, illegaler Inhaftierungen in geheimen Zentren wie „Aynaghar“ sowie Folter und Mord zwischen 2016 und 2024 verantwortlich gemacht.

mehr lesen

Sri Lanka: | Exhumierungen und anhaltende Repression gegen Familien Verschwundener

Trotz wiederholter Reformversprechen setzt Sri Lanka laut Human Rights Watch (HRW) die Einschüchterung von Familien der Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens fort, insbesondere in den tamilischen Nord- und Ostprovinzen. Wer nach Aufklärung sucht oder internationale Mechanismen einbezieht, wird mit Polizeikontrollen, Verhören und Druck auf Kinder konfrontiert. HRW kritisiert, dass dieses Vorgehen der Sicherheitskräfte mit Anti-terror-Gesetzen legitimiert würde. Dieses Vorgehen ist schon seit längerem bekannt (wir berichteten).

mehr lesen

Internationaler Rahmen | Bangladesch tritt dem Übereinkommen gegen gewaltsames Verschwindenlassen bei

Am 30. August ratifizierte Bangladesch das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Gewaltsamen Verschwindenlassen (ICPPED), was von lokalen zivilen Akteuren als ein erster Schritt für die Aufarbeitung dieser Verbrechen gewertet wird. Amnesty International fordert die Regierung auf, das Abkommen vollständig umzusetzen, einschließlich der Einbettung in nationale Gesetze.

mehr lesen