Die Familie der vor 28 Jahren verschwundenen Nydia Érika Bautista unterstützt die Suche und Forderungen der Angehörigen von Verschwundenen in Kolumbien.

Andrea Torres Bautista

Andrea Torres Bautista, Nichte von Nydia Erika Bautista

Stephan Kroener

1997 gründete die Familie mit Hilfe von Freunden aus Süddeutschland in Genf den Internationalen Verein für Menschenrechte Nydia Érika Bautista e.V. Dieser setzt sich für Gerechtigkeit und die Aufarbeitung der Schicksale von Verschwundenen ein. Dabei informiert er bei den Vereinten Nationen und in Kolumbien über das Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens und unterstützt die Suche und Forderungen der Angehörigen von Verschwundenen für Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Die Familienmitglieder und der von ihnen gegründete Verein wurden seitdem oftmals bedroht und stigmatisiert.

Zum Artikel: Veröffentlicht am 14.09.2015 auf der Website von peace brigades international – Deutschland

Stand: 19.10.2015

Wo sind sie?

  • „Huellas de la Memoria – Spuren der Erinnerung“

    “Huellas de la Memoria” ist ein Kunstprojekt, das die Opfer von Verschwindenlassen in Mexiko und anderen Staaten Lateinamerikas in den Mittelpunkt stellt und ihnen ein Gesicht gibt. Mit seiner Arbeit will der Künstler Alfredo López Casanova und sein Kollektiv die Öffentlichkeit über fehlende Justiz und Straflosigkeit aufklären.

  • Mexiko: Spuren der Erinnerung

    „Spuren der Erinnerung“ sind die Botschaften von Verwandten an ihre verschwundenen Lieben in Mexiko. Eine Kunstprojekt von Alfredo López Casanova.

  • Spanien: Die Suche nach der eigenen Identität – Aufarbeitung der Vergangenheit als notwendiger Beitrag zur Entwicklung eines kollektiven Gedächtnisses in Spanien

    150.000 Opfer der Franco-Diktatur gelten in Spanien nach wie vor als „verschwunden“. Sie liegen auch Jahrzehnte nach dem Ende der Diktatur noch in anonymen Gräbern im ganzen Land verscharrt.

  • Mexiko: Die anderen Verschwundenen

    Guerrero ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Das Verschwindenlassen von Personen hat hier eine lange Geschichte. Mindestens 375 Menschen sind allein rund um Iguala in den letzten Jahren verschwunden. Nur wenige werden gefunden. Viele Angehörige suchen seit Jahren selbst nach ihren vermissten Verwandten.

  • Verschleppt in Ägypten – Hundert Fragen, keine Antwort Umm Muhammad hält ein Foto in Händen, das sie selbst mit ihrem verschwundenen Mann Hani zeigt. Foto: Karim El-Gawhary

    Seit 2015 sind zahlreiche Ägypter verschwunden. In geheimen Haftanstalten wird gefoltert. Viele der Verschleppten tauchen nie wieder auf. Artikel zuerst veröffentlicht in der Taz am 23.01.2016.

  • Syrien: Im Schatten des Krieges

    Seitdem der Bürgerkrieg in Syrien 2011 begann, ist das Verschwindenlassen von Menschen eine der wichtigsten Waffen des Assad-Regimes. Annabel Wahba und Ana Kemper erzählen in ihrem Beitrag „Im Schatten des Krieges“, zuerst erschienen im ZEITmagazin im Dezember 2015, die Geschichten von zehn verschwundenden Männern und Frauen.

Eine kolumbianische Familie als politisch Verfolgte