Das Comité Permanente por la Defensa de los Derechos Humanos (CDH) meldet in Ecuador 27 Fälle von gewaltsamen Verschwindenlassen und einen neuen Mord, mutmaßlich durch Militärs. Diese Vorfälle stehen im Kontext der „harten Linie“-Politik des Präsidenten Daniel Noboa. Laut dem CDH, das die Familien der Verschwundenen unterstützt, gibt es wiederholte Muster wie willkürliche Festnahmen, die zu weiteren Menschenrechtsverletzungen führen. Besonders der Fall von vier afro-ecuadorianischen KindernJosué Arroyo, Ismael Arroyo, Steven Medina und Nehemías Arboleda – die im November 2024 verschwunden gelassen und später tot in Taura aufgefunden wurden, bewegte die Gesellschaft in Ecuador. Später zeigte sich, dass das Militär die Kinder aufgrund ihrer Hautfarbe und Herkunft als „kriminell“ stigmatisiert und gefoltert hatte. Das CDH kritisiert, dass viele Festnahmen ohne nachvollziehbare Gründe während öffentlicher Kontrollen durchgeführt werden. Die zunehmenden Konflikte, die nicht zuletzt durch gewaltsame Maßnahmen der staatlichen Kriminalitätsbekämpfung verstärkt werden, führt zu einer beispiellosen Mordwelle in Ecuador.