Das Thema des gewaltsamen Verschwindenlassens während des Franco-Regimes bleibt ein zentraler Punkt in der Aufarbeitung der spanischen Geschichte. Am 20. Februar 2025 sollte Carolina Martínez vor Gericht die Zwangsverschleppung und Ermordung ihres Großvaters, José Manuel Elías Murcia Martínez, durch das Regime anklagen. Doch kurz vor der Vernehmung wurde diese ohne rechtliche Begründung verschoben. Martínez’ Großvater, ein Sozialist, war 1939 in Paterna erschossen und in einem Massengrab vergraben worden. Bis zu seiner Exhumierung und Identifizierung 2018 galt er als verschwunden. Der Fall steht stellvertretend für die juristischen Hürden bei der Aufarbeitung der Verbrechen während der Diktatur Francos. Die Ablehnung von mehr als 115 Anträgen auf strafrechtliche Verfolgung der Verbrechen verdeutlicht das Ausmaß der Hindernisse, die Familien von Verschwundenen bei der Suche nach Gerechtigkeit und Wahrheit weiterhin überwinden müssen. (Siehe auch hier, für weiter Hintergrundinformationen auf unserer Hompage)