Allgemeine Informationen
Jemen | Mitarbeiter*innen der UNO und jemenitischen Organisationen nach Festnahme durch Huthi-Miliz verschwunden
Die de facto-Regierung der Huthi-Miliz im Jemen nahm Anfang Juni mindestens 13 Mitarbeiter*innen der Vereinten Nationen und 14 Mitarbeiter*innen von jemenitischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen fest. Seitdem ist ihr Verbleib unbekannt und es wird ihnen kein Rechtsbeistand gewährt.
Kenia | 32 Verschwundene im Zuge der Unterdrückung von Jugendprotesten
Am 18. Juni 2024 brachen in Kenia Massenproteste gegen einen neuen Haushaltsentwurf von Präsident William Ruto aus, an denen sich besonders die Jugend beteiligte. Nachdem die Proteste zunächst friedlich verliefen, kam es auch zu Ausschreitungen und mehreren Todesfällen von Demonstrierenden.
Kolumbien | Entwicklungen bei der Suche nach Verschwundenen und Gerechtigkeit
Am 29. April 2024 gründete die kolumbianische Regierung das Nationale Suchsystem (Sistema Nacional de Búsqueda, SNB) mit dem Ziel, die Suche nach den über 110,000 Verschwundenen im Land voranzubringen. Die Gründung des SNB war eine explizite Forderungen von Angehörigen und Menschenrechtsorganisationen in Kolumbien.
Kolumbien | Verschwundene Studenten des Falls „Colectivo 82“ erhalten posthum Universitätsabschlüsse
In einem Akt der symbolischen Wiedergutmachung wurden am 8. und 9. April 2024 Universitätsabschlüsse an vier von acht Studenten verliehen, die 1982 Opfer von gewaltsamem Verschwindenlassen wurden.
Mexiko | AMLO sieht keine Beweise für Beteiligung des Militärs im Fall Ayotzinapa
Ende Juni kündigte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador (AMLO) an, er würde persönlich den Angehörigen der 43 verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa einen Bericht mit neuen Erkenntnissen aus den Ermittlungen in dem Fall vorstellen.
Pakistan | Belutschischer Aktivist Jameel Umar seit April verschwunden
Am 15. Mai wurde der kaschmirische Journalist und Dichter Ahmad Farhad aus seinem Haus in Islamabad verschleppt und war mehrere Wochen verschwunden.
Sri Lanka | UNO-Menschenrechtsbüro veröffentlicht Bericht über die mangelnde Aufarbeitung des Verschwindenlassens in Sri Lanka
15 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka veröffentlichte das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR) der Vereinten Nationen im Mai 2024 den Bericht „Accountability for Enforced Disappearnaces in Sri Lanka“. In dem Bericht ruft OHCHR die sri-lankische Regierung dazu auf, das Ausmaß an Fällen von Verschwindenlassen sowie die Täterschaft von staatlichen Sicherheitskräften paramilitärischen Gruppen anzuerkennen, und darauf hinzuwirken, den Verbleib der Verschwundenen aufzuklären.
Features | Dokuserie „No existe el olvido“ über das Verschwindenlassen in San Onofre de Torobé, Sucre (Kolumbien)
Das Nationale Zentrum für historische Erinnerung (Centro Nacional de Memoria Histórica, CNMH) in Kolumbien hat eine neue Dokuserie über das Verschwindenlassen in San Onofre (Provinz Sucre) herausgebracht.
Features | Reportage „Me lo quitaron, voces sin justicia“ über das Verschwindenlassen in Mexiko
Die Reportage „Me lo quitaron, voces sin justicia“ („sie haben ihn mir weggenommen, Stimmen ohne Gerechtigkeit”) von Noroeste TV, gedreht von Isaac Aranguré, erzählt anhand von Interviews mit Angehörigen von Verschwundenen
Gilberto Edgardo Gamez Martinez
El Salvador, unbekanntGilberto Edgardo Gamez Martínez aus El Salvador brach im August 2011 in Richtung USA auf, um sich seinem Vater dort anzuschließen. Er wollte eine Weile in Mexiko bleiben und dort einen Job finden, um Geld zu sparen und dann in die USA...





