Bernabé Cruz Santos

Guatemala, 2010

Bernabé Cruz Santos war 18 Jahre alt als er sich im Januar 2010 auf den Weg in die Vereinigten Staaten machte. Er hatte einen Schmuggler (coyote) bezahlt, der ihm helfen sollte, in die USA zu kommen. Als er seine Mutter, Lucía Santos Coyoy, zum letzten Mal aus Nuevo Laredo (im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas) anrief, erzählte er ihr, dass er und die anderen Migranten kein Essen und Trinken bekamen vor den Schmugglern fliehen wollten. Seitdem ist er verschwunden. Nachdem seine Mutter drei Monate nichts von Bernabé gehört hatte, konfrontierte sie den Schmuggler. Der aber gab ihr nur widersprüchliche Auskünfte und sagte ihr mal, ihr Sohn hätte sich in der Wüste verirrt und mal, er sei im Gefängnis. Lucía erhielt auch einen Erpressungsanruf, indem ihr gesagt wurde, ihr Sohn sei gefunden worden und sie müsse 5,000USD bezahlen damit ihm nichts geschieht. Als sie das Verschwinden ihres Sohnes anzeigen wollte, wurde sie von den zuständigen Beamten abgewiesen und für das Verschwinden ihres Sohnes verantwortlich gemacht.