Rosendo Radilla Pacheco

Mexiko, 1974

Rosendo Radilla Pacheco ist ein sozial engagierter Kleinbauer aus der Gemeinde Atoyac de Álvarez im mexikanischen Bundesstaat Guerrero, wo er 1955-56 Bürgermeister war. Er beteiligte sich an der Organisation der Kleinbauern in der Region und organisierte den Kongress der Kleinbauern. Im Kontext des „Schmutzigen Kriegs“ der mexikanischen Sicherheitskräfte gegen angebliche Oppositionelle, wurde er am 25. August 1974 an einem Militärstützpunkt festgenommen und ist seitdem verschwunden. Dank des unermüdlichen Aktivismus seiner Tochter, Tita Radilla, gelangte der Fall Radilla bis zum Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Mexiko für das Verschwindenlassen von Rosendo Radilla schuldig sprach. Trotz wiederholter Ausgrabungen hat man seine Überreste bis heute nicht gefunden.