Syrien | Mindestens 97 Personen in diesem Jahr verschwunden

Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 bleibt für viele syrische Familien das Schicksal ihrer Angehörigen ungeklärt (wir berichteten). Obwohl eine Nationale Kommission für Vermisste eingerichtet wurde, fehlen Fortschritte bei der Suche und Aufklärung.

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Mexiko | Artikel 34 aktiviert und neue Massengräber

Am 15. Januar 2026 jährt sich das Verschwinden von Antonio Díaz und Ricardo Lagunes zum dritten Mal. Die Plattform A dónde van los desaparecidos. arbeitete den Fall mit einer klaren Betonung der Mitverantwortung des Minenkonzerns Ternium sowie der Rolle staatlicher Akteure und dem organisierten Verbrechen ausführlich auf.

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Guatemala | Präsident bittet um Entschuldigung

Guatemalas Präsident Bernardo Arévalo bat die Familien von vier Menschenrechtsverteidiger*innen, die 1989 während des internen Konflikts (1960–1996) gewaltsam verschwunden gelassen worden waren, öffentlich um Entschuldigung.

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Ecuador | Repression gegen Demonstrierende und Urteil gegen Soldaten

Amnesty International zeigt sich besorgt über die jüngste Repressionswelle gegen Proteste in Ecuador. Demonstrationen gegen einen höheren Ölpreis hatten sich Ende September, Anfang Oktober 2025 zu einem nationalen Streik gegen Präsident Noboas Sicherheitspolitik ausgeweitet. Besonders die Zunahme von Fällen des gewaltsamen Verschwindenlassens durch das Militär erregte seit einigen Monaten massive Kritik. Dabei kam es zu hunderten Verletzten, mehreren Toten, und über ein Dutzend Menschen gelten noch immer als verschwunden.

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Frankreich | Strafanzeige gegen TotalEnergies

Die Menschenrechtsorganisation European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR) reichte im November 2025 Strafanzeige gegen TotalEnergies bei der französischen Antiterror-Staatsanwaltschaft ein. Dem multinationalen Konzern wird Beihilfe zu Kriegsverbrechen, Folter und gewaltsamem Verschwindenlassen in Mosambik vorgeworfen.

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Malaysia | Klage gegen Polizei und Regierung gewonnen

Susanna Liew, die Frau von Raymond Koh, einem malaysischen Pastor, der vor acht Jahren entführt und gewaltsam verschwunden gelassen wurde, hat eine bedeutende Klage gegen die Polizei und Regierung gewonnen und wird eine Entschädigung erhalten. Obwohl der letzte Aufenthaltsort ihres Mannes noch zu klären ist, gilt der Fall als wegweisend.

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Bangladesch | Offiziere verurteilt

In Bangladesch steht das Thema gewaltsames Verschwindenlassen zunehmend im Mittelpunkt der Aufarbeitung des 2024 gestürzten Regimes unter Sheikh Hasina (wir berichteten). Wenige Tage nachdem das International Crimes Tribunal (ICT Bangladesh) Haftbefehle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen 25 Militärangehörige und ehemalige Geheimdienstmitarbeitende ausgestellt hatte, nahm die Armee Mitte Oktober 15 Offiziere fest. Sie werden für Fälle des gewaltsamen Verschwindenlassens, illegaler Inhaftierungen in geheimen Zentren wie „Aynaghar“ sowie Folter und Mord zwischen 2016 und 2024 verantwortlich gemacht.

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Burkina Faso | Zunahme von Fällen des Verschwindenlassens durch Militärjunta

Seit dem 10. Oktober 2025 gelten in Burkina Faso sechs Richter, ein Anwalt sowie mehrere Justiz- und Medienvertreter als verschwunden. Human Rights Watch befürchtet, dass sie möglicherweise für das Militär zwangsrekrutiert worden sein könnten und verortet den Fall im Zusammenhang mit einer Repressionswelle der Militärjunta gegen unabhängige Institutionen.

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Eilaktion: Venezuela | Systematisches Verschwindenlassen stoppen

Amnesty International dokumentierte seit Juli 2024 mindestens 15 Fälle von gewaltsamen Verschwindenlassen von denen 11 Personen bis heute verschwunden sind, darunter auch ausländische Staatsangehörige. Die NGO legt in ihrem Bericht dar, dass die Regierung insbesondere politische Gegner*innen systematisch verschwinden lässt und stuft das Vorgehen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein.

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Feature | Afrikanische Staaten und das gewaltsame Verschwindenlassen

Die Südafrikanische Zeitung Mail&Guardian veröffentlichte eine interessanten Überblick und zog Parallelen zum Thema des gewaltsamen Verschwindenlassens auf dem afrikanischen Kontinent. Genannt werden Beispiele u.a. aus Angola, Burkina Faso, Burundi, Guinea, Kenia, Mali, Niger, Simbabwe und Tansania.

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