Allgemeine Informationen
Gewaltsames Verschwindenlassen im Irak: UN Ausschuss spricht Empfehlungen aus
Unter erschwerten Bedingungen befasste sich der UN Ausschuss gegen das Verschwindenlassen in den vergangenen Monaten mit den vielen unaufgeklärten Fällen von gewaltsam Verschwundenen im Irak. Zunächst führte die Covid-19-Pandemie dazu, dass die Frühjahrssitzung des Ausschusses, auf deren Tagesordnung der Irak stand, nicht bzw. nur online und sehr reduziert stattfinden konnte.
10 Jahre Übereinkommen gegen Verschwindenlassen
Das Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen (ICPPED) wird am 23.Dezember 2020 10 Jahre alt. Die Koalition gegen Verschwindenlassen hat zu diesem Anlass ein Statement in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Mit diesem Statement erinnern wir an die grundlegende Bedeutung des Übereinkommens für die Opfer und die Verpflichtung aller Staaten, das Übereinkommen umzusetzen – besonders die Suche und die Gerechtigkeit für die Opfer.
Die Besetzung und Rückeroberung des Justizgebäudes in Kolumbien
Der diesjährige 6. und 7. November ist der 35. Jahrestag der Besetzung des Justizpalastes durch die Guerilla M-19 in Kolumbien und der anschließenden Rückeroberung durch die nationalen Streitkräfte. Dabei verloren 1985 ca. 100 Menschen ihr Leben und 11 weitere wurden verschwunden lassen. Dieses durch wenig ruhmreiche Kapitel stellt einen Wendepunkt in der Geschichte des Landes dar.
Deutschlands völkerrechtliche Verpflichtungen in Fällen von gewaltsamen Verschwindenlassen
Der ehemalige Militäroffizier Luis Esteban Kyburg, verdächtigt während der argentinischen Diktatur für Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens verantwortlich zu sein, lebt in Berlin – bislang unbehelligt. Die Verantwortlichen in Fällen von Verschwindenlassen zu ermitteln, verurteilen und zu bestrafen ist eine internationale Verpflichtung, die kontinuierlich fortbesteht – unabhängig vom Zeitpunkt und Ort, an dem eine Person verschwunden ist.
Überblick über das interamerikanische Menschenrechtssystem: Dokumente und Kontrollmechanismen
Das interamerikanische Menschenrechtssystem spielte – und spielt auch weiterhin – eine fundamentale Rolle im Kampf gegen das gewaltsame Verschwindenlassen von Personen auf dem Kontinent. Sowohl die Interamerikanische Menschenrechts-Kommission als auch der Interamerikanische Menschenrechts-Gerichtshof haben wichtige rechtliche Instrumente für ihre Verfolgung und Prävention bereitgestellt.
Die Interamerikanische Konvention gegen das Verschwindenlassen
Wegen der systematischen und dauerhaften Begehung der Verbrechen des Verschwindenlassens in Lateinamerika wurde eine regionale Konvention über erzwungenes Verschwindenlassen (Convención Interamericana sobre Desaparición forzada) ausgearbeitet. …
Zum Verständnis der UN-Konvention des Verschwindenlassens:
Auf Empfehlung des UN-Menschenrechtsrates verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. Dezember 2006 den Entwurf für ein internationales Übereinkommen zum Schutz aller Menschen vor dem Verschwindenlassen Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Ein geschlechtsspezifischer Blick auf die Praxis des Verschwindenlassens
Statistiken über Verschwindenlassen sind durch männliche Opferlisten geprägt, auch weil sie sich meist nur auf die sogenannten „direkten“ Opfer beziehen. Dabei sind Mädchen und Frauen in vielfältigen Formen genauso Opfer von Verschwindenlassen. Einerseits sind sie direkte Opfer und als solche geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Andererseits sind sie indirekte Opfer, da sie als suchende Familienangehörige struktureller Gewalt und staatlichen Repressionsstrukturen ausgesetzt sind.
Offene Schulden anlässlich des Internationalen Tages gegen Verschwindenlassen.
Bei diesem neuen Gedenken müssen die staatlichen Institutionen nicht auf bloße Zahlen verweisen, sondern haben die Verantwortung, die ausstehende Schuld zu begleichen und die internationalen Normen zu übernehmen, die noch nicht auf nationaler Ebene anerkannt sind.
„Ich werde dich suchen, bis ich dich finde!“ Gewaltsames Verschwindenlassen in Mexiko“
Video: Mehr als 73.000 Personen gelten in Mexiko offiziell als verschwunden. Knapp 98 Prozent der Fälle datieren auf die Zeit seit 2006, als der damalige Präsident Felipe Calderón den Drogenkartellen den Krieg erklärte. Familienangehörige leben mit der Ungewissheit über das Schicksal der Verschwundenen. Häufig suchen sie auf eigene Faust nach sterblichen Überresten.














