Allgemeine Informationen
Die Rechte der Opfer haben kein Verfallsdatum
Im Januar 2019 erhielt der UN-Menschenrechtsausschuss eine Mitteilung über einen Fall des Verschwindenlassens auf den Balearen, Spanien. Die Opfer gelten seit August 1936 als verschwunden. Dieser Artikel legt dar, dass die Mitteilung im Lichte der internationalen Menschenrechtsgesetzgebung und nach den vom Ausschuss selbst aufgestellten Zuständigkeitsregeln ratione temporis für zulässig erklärt werden sollte.
Huellas de la Memoria: Auf den Spuren von César
Mexiko: Über 60 000 Personen gelten nach offiziellen Angaben als verschwunden. Das Projekt „Huellas de la Memoria“ versucht, das systematische Verschwindenlassen von Personen sichtbar zu machen und erzählt die Geschichten von Familien auf der Suche nach ihren Liebsten. Eine dieser Geschichten ist die von Maricela Alvarado González. Sie sucht mit dem heutigen Tag seit neun Jahren ihren Sohn César.
Rezension: Namen statt Nummern (Cristina Cattaneo)
In den letzten Jahren sind 30.000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken. Auch sie hatten Vater und Mutter, eine Heimat, eine Geschichte. In ihrem nun in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Namen statt Nummern. Auf der Suche nach den Opfern des Mittelmeers“ berichtet die Mailänder Gerichtsmedizinerin Cristina Cattaneo von ihrer Arbeit, die Opfer zu identifizieren.
Ayotzinapa: Expert*innengruppe kommt wieder nach Mexiko
Seit September 2014 sind die 43 Lehramtsstudenten von Ayotzinapa verschwunden. Nachdem die mexikanische Regierung die „historische Wahrheit“ der Geschehnisse präsentierte, wurde diese von der Interdisziplinären Gruppe Unabhängiger Expert*innen (GIEI) widerlegt. Nun soll die GIEI so bald wie möglich nach Mexiko zurückkehren, um erneut die Ermittlungen aufzunehmen.
Bangladesch: NGOs appellieren an UN-Menschenrechtsrat
Drei der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen Asiens haben an den UN-Menschenrechtsrat appelliert, vor der steigenden Zahl von gewaltsam Verschwundenen in Bangladesh nicht länger die Augen zu verschließen. Die bengalische Regierung müsse das Verschwindenlassen stoppen und die betroffenen Familien während der Pandemie unterstützen.
UN-Ausschusssitzung erstmals von Opfer eröffnet
Zum ersten Mal in der Geschichte des UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen sprach zur offiziellen Eröffnung einer Sitzung ein Opfer des gewaltsamen Verschwindenlassens. María Nohemí Barbosa legte per Videoschaltung aus Kolumbien Zeugnis über das Verschwinden Ihres Sohnes und ihre Zusammenarbeit mit dem Ausschuss ab.
Thailand: Absolute Straflosigkeit für das Verschwindenlassen
In Thailand besteht ein System der Straflosigkeit für das Verschwindenlassen von Personen trotz jahrelanger Versprechungen, das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen (UNCED) zu ratifizieren und Gesetze zu verabschieden, die das Verschwindenlassen von Personen unter Strafe stellen.
Internationale Konferenz „Represión política, desaparición forzada y estrategias de resiliencia en contextos de desigualda“
Centro Universitario de Ciencias Sociales y Humanidades (CUCSH)
Campus Belenes (Avd. José Parres Arias 150, CP 45132; Zapopan, Jal.)
Universidad de Guadalajara Guadalajara – México
Leitprinzipien für die Suche nach verschwundenen Personen
Der UN-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen (CED) hat im April 2019 Leitprinzipien für die Suche nach verschwundenen Personen verabschiedet. Sie sind für Familienangehörige sowie für Vertrags- wie Nichtvertragsstaaten ein wichtiges Instrument, um die Suche nach...
Jetzt reden wir! Die Opfer von gewaltsamem Verschwindenlassen in Kolumbien.
"Leider gehört das Gewaltsam-Verschwindenlassen nicht der Vergangenheit an, weder in Kolumbien, noch in Asien, noch anderswo. Es findet weiterhin statt, ungeachtet der Rahmenbedingungen. Es passiert in Demokratien genauso wie in Diktaturen." erklärt Yanette Bautista,...













